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Ein Sozialberater sowie ein Regierungsrat unter Tatverdacht (Satire)

Kapitel 1: Der Vorfall beim “National” (Teil 1)
Eine Frau beobachtet an einem Donnerstagabend, ca. 18.00 Uhr (es ist bereits dunkel), wie sich zwei Männer auf Höhe Hotel “National”/Zentral-Garage Sutter an der Bahnhofstrasse in Brunnen zufällig kreuzen. Sie hört eine verbale Auseinandersetzung zwischen den Männern: “Die Sozialberatung Ingenbohl hat mir immer noch nicht die Kosten für nicht-kassenpflichtige Medikamente vergütet, obwohl sie dazu verpflichtet ist.” Die Frau sieht aus der Entfernung, dass einer der beiden Männer plötzlich regungslos zusammenbricht.

Der Tatort an der Bahnhofstrasse in Brunnen (Symbolbild).

Der andere beugt sich über ihn. Die couragierte Augenzeugin näher sich dem Ort und stellt fest dass der eine Mann regungslos (möglicherweise tot) am Boden liegen bleibt. “Mörder!” schreit sie spontan und rennt so schnell wie sie kann weg.
Bei einem der beiden Männer handelt es sich um Rico Baumann, Sozialberater bei der Gemeinde Ingenbohl. Die Identität des zweiten (toten) Mannes ist noch unbekannt.

Sozialberater Rico Baumann.

Kapitel 2: Das Informieren verschiedener Personen
Baumann verletzt sich beim Wegschleppen der Leiche unglücklich an deren Gürtel.
Was tun? Der Sozialberater versteckt den toten Mann provisorisch zwischen parkierten Autos der Zentral-Garage Josef Sutter.
Nun alarmiert er seinen Chef, Abteilungsleiter Soziales der Gemeinde Ingenbohl, Patrick Schertenleib, per Handy: “Du, Beeler ist tot!” – Schertenleib: “Bist Du verrückt?!” – Baumann: “Nein, ich war’s nicht. Er fiel plötzlich tot zusammen. Aber es gibt Blutspuren von mir auf seiner Kleidung.” Schertenleib: “Wo ist die Leiche?” – Baumann: “In Brunnen.” Schertenleib: “Sie muss möglichst rasch weggeschafft werden. Ich rufe Mettler an.”
Patricia Mettler-Kraft, Ingenbohler Fürsorgepräsidentin am Telefon: “Mein Güte, dass Ihr so weit gehen würdet, habe ich wirklich nicht gedacht! Ihr seid wahnsinnig!” Schertenleib: “Es gilt jetzt kühlen Kopf zu bewahren. Ruf’ Kessler an und schildere ihm die Situation.” Mettler-Kraft: “Ja, das tue ich.
Rechtsanwalt Kessler wird der Vorfall von der Fürsorgepräsidentin geschildert. Der Behörden-Anwalt (in seinem privaten Heim in der Herrenmatt, Brunnen) erklärt der Präsidentin, dass er im Fernsehen gerade ein Fussballspiel anschaue. Ausserdem rufe Mettler-Kraft ausserhalb der Bürozeit an. Er würde sich dem Fall “am Montag im Büro” annehmen.

Die verzweifelte Fürsorgepräsidentin ruft daraufhin Albert Auf der Maur, Gemeindepräsident und Fürsorgevizepräsident der Gemeinde Ingenbohl an
Auf der Maurs ebenfalls spontane Reaktion (aber als Finanzexperte doch etwas zurückhaltender): “Dass die Sozialabteilung soweit gehen würde, das hätte auch ich nicht gedacht! Mein Güte!” Mettler-Kraft: “Du musst unbedingt nochmals bei Kessler anrufen. Es geht um grösstmögliche Schadensbegrenzung. Da kann nur er mit seine Erfahrung als Jurist und seinem Beziehungsnetz helfen.”
Rechtsanwalt lic. jur. Alois Kessler nimmt (erneut) in seinem Heim den Hörer ab:“Kessler.”
Gemeindepräsident Albert Auf der Maur: “Hallo Alois, da ist Albert auf der Maur. Patricia hat mir vorhin telefoniert. Du musst unbedingt aktiv werden!”
Es sei Donnerstagabend. Als AHV-Rentner (aber immer noch arbeitend!) beginne er jetzt sein freies (verlängertes) Wochenende, erklärt Kessler. Man solle am Montag in seiner Kanzlei anrufen.
Dem Ingenbohler Gemeindepräsidenten bleibt in dieser Situation nichts anderes übrig als deutlicher zu werden. Er droht Kessler, detailliert Auskunft über Summen (Zehntausende von Franken!) zu geben, welche von Seiten der Gemeinde Ingenbohl in den vergangenen Jahren an Kesslers Kanzlei überwiesen wurden
“Ich gehe damit zu Hugo [für Nicht-Schwyz-Insider: Dr. Hugo Triner] – zum ‘Boten'”, droht Auf der Maur mit Nachdruck. Dieses Argument überzeugt.
Der Ingenbohler Gemeindepräsident verlangt, dass Kessler “selber vor Ort zum Rechten sehe”.
So bleibt Kessler schliesslich nichts anderes übrig als mit seinem grossen Volvo zum Tatort oder “Ort des Geschehens” zu fahren – und in der Nähe zu parkieren. Dort kommt völlig überraschend aus einem Gebüsch Sozialberater Rico Baumann hervor – schweissgebadet, mit hochrotem Kopf, nervlich am Ende.
“Nun beruhigen Sie sich mal”, ermahnt ihn Kessler. “Holen Sie Ihr Auto und schaffen Sie Beeler weg.”“Ich bin mit dem Zug gekommen”, beteuert Baumann. Währenddessen ruft nochmals Gemeindepräsident Auf der Maur auf das Handy von Kessler an und droht dem Ingenbohler Rechtsanwalt erneut mit der Einschaltung des “Boten der Urschweiz”. Kesslers Reaktion: “Was Du da machst, nennt man auf Juristendeutsch Erpressung. Das ist strafbar!” Doch der gewiefte Auf der Maur (wie sonst wäre er Ingenbohler Gemeindepräsident geworden?) ist auch nicht auf den Kopf gefallen; er weiss genau, dass Kessler keine andere Wahl hat, als auf den Deal einzugehen.

Arzt und Gutachter Dr. med. Josef Sachs (siehe Bild) wird auch in vorliegendem (Mord?)-Fall eingeschaltet (Teil 2).

Kapitel 3: Die Leiche wird fortgeschafft
Kessler bleibt unter diesen Umständen nichts anderes übrig als zusammen mit Sozialberater Baumann die Leiche in den grossen Kofferraum des Volvo zu laden. Dass die Aktion unbemerkt bleibt, grenzt an ein Wunder. Garagier Josef (Joe) Sutter hört zwar einmal verdächtige Geräusche auf dem Parkplatzareal seines Garage-Betriebs (Opel- und Mazda-Vertretung) und zündet deswegen extra das Aussenlicht an, kann jedoch nichts Verdächtiges feststellen. Minuten später sieht man einen grossen Volvo mit zwei Personen an Bord (genau genommen drei) Richtung See fahren.
Kessler fährt auf der Bahnhofstrasse Richtung “Ochsen”. Dort biegt er links ab in die Olympstrasse. Die Fahrt geht weiter, rechts hinauf Richtung “Gütsch”.
Die Leiche wird aus dem Kofferraum genommen und mit vereinten Kräften – in Verbindung mit einem längeren Fussmarsch – in den Ingenbohlerwald gebracht. Keine leichte Aufgabe für die beiden, denn der Tote wiegt mehr als 120 kg!
Es erfolgt ein zeitlicher Schnitt. Man sieht jetzt die beiden Träger, wie sie zurück beim parkierten Volvo eintreffen. Rechtsanwalt Kessler, Autoritätsperson und Oberst a.D. befiehlt Sozialberater Baumann, sich zu beruhigen und nach Hause zu gehen. Er werde mit seinem “Schwyzer Beziehungsnetz” schon schauen, dass es “richtig herauskomme” und “nichts passiere”.

Kapitel 4: Die Zeugin (ältere Frau) meldet den Vorfall auf dem Polizeiposten Brunnen
Die Zeugin, die den Vorfall auf der Bahnhofstrasse gesehen hat, hat sich zwischenzeitlich auf dem Polizeiposten Brunnen gemeldet. Da die Frau einen bereits schon etwas älteren Jahrgang aufweist, wird sie vom jüngeren Polizisten nicht ganz ernst genommen. Nein, es sei auf dem örtlichen Polizeiposten kein Mord gemeldet worden, sie möge jetzt bitte wieder nach Hause gehen.

Kapitel 5: Die Leiche wird gefunden
Tage später finden Spaziergänger durch Zufall die Leiche in einem Waldstück des Ingenbohlerwaldes. Weil es bereits dunkel war und Kessler/Baumann über keine Taschenlampe verfügten, konnte der Leblose nicht sachgemäss vergraben werden.
Bei einem Leichenfund ist es eigentlich normal, dass zuerst die Polizei verständigt wird. Diese macht dann die Spurensicherung und leitet die weiteren notwendigen Massnahmen bzw. Schritte ein.
In Schwyz resp. Ingenbohl aber läuft das anders: Per Handy wird zuerst die Redaktion des “Boten der Urschweiz” verständigt, worauf sofort Sensationsreporter Geri Holdener ausrückt und zum Unfall- oder Tatort fährt. Zeitlich etwas versetzt folgt dann (in der Regel) die Sanität und an dritter Stelle die Polizei.

Beim Toten handelt es sich – wie wir bereits wissen – um Urs Beeler
“Bote der Urschweiz” Journalist Geri Holdener weiss als jahrelanger Lokal-Sensationsreporter, dass er in einem “Fall Beeler” nicht einfach einen Artikel schreiben darf, sondern zuerst Rücksprache mit diversen Stellen nehmen muss. Was dann auch geschieht. Und es geschieht vieles. So auch ein “Gespräch unter vier Augen” zwischen dem Anwalt der Gemeinde Ingenbohl und Hugo Triner, nach wie vor tonangebende Person (im Hintergrund) des “Boten der Urschweiz”. Kessler ermahnt Triner, daraus keine “Sensationsgeschichte” machen zu lassen. Es müssten die rechtsmedizinischen Untersuchungen abgewartet werden. Und so beschränken sich dann die Berichterstattungen von “Bote der Urschweiz”, “Blick” und “20 Minuten” (wenigstens zu Beginn) lediglich auf Vermutungen.

Kapitel 6: Spuren werden sichergestellt, Befragungen vorgenommen
Da es sich hierbei um polizeiliche resp. kriminalistische Ermittlungsbemühungen handelt, werden diese – speziell im Hinblick auf das nachfolgende Gerichtsverfahren – nicht publiziert.

Fortsetzung: Teil 2

Mein Kampf für MCS-gerechten Wohnraum

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