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Das mitgeschnittene (heimlich aufgenommene) Gespräch zwischen “Bote der Urschweiz” Verleger Dr. Hugo Triner und seinem langjährigen Journalisten Geri Holdener (eine Satire)

Triner sagt gegenüber Geri Holdener, er sei ein journalistischer Einfaltspinsel und “Chindschopf”. Holdener ist über die Aussage seines Chefs tief verletzt. Warum er ihn dann vor mehr als 20 Jahren eingestellt habe, fragt Holdener. “Weil ich sonst niemand anders hatte”, gesteht Triner. Es gäbe “keine guten Journalisten” mehr.

“Bote”-Journalist Geri Holdener.

“Wenn Sie bessere Löhne bezahlen würden, bekämen Sie auch bessere Journalisten”, kontert Holdener. Jetzt müsse er ihm nicht noch frech bzw. so kommen. Er könne froh sein, dass er überhaupt eine Stelle beim “Boten” habe. “Mir würde übel, wenn ich täglich den Mist lesen müsste, den Sie zusammenschreiben”, so Triner. Holdener: “Und wenn ich nicht täglich mit Schwyzer Lokal-Sensationsmeldungen von Polizei-, Sanitäts- und Feuerwehreinsätzen kämen, könnten Sie den ‘Boten’ dicht machen.”

“Bote”-Journalist Geri Holdener berichtet über Unfälle und Verbrechen im Talkessel Schwyz.

Mit Holdener habe der “Bote” ein journalistisch dermassen tiefes Niveau erreicht, dass er sich als Verleger schämen müsse, entgegnet Triner. “So, jetzt reicht’s!” empört sich Geri Holdener. “Noch ein Wort und ich kündige. Ich gehe zur Lokalredaktion des ‘Blick'”.  – “Sie hätten ja nicht einmal den Mut, nach Zürich zu gehen”, so Triner. “Und wenn Sie zum ‘Blick’ gehen wollen, können Sie gerade so gut beim ‘Boten’ bleiben.”

Wenn der durchschnittliche “Bote”-Leser den Schriftzug “Rettungsdienst” oder das Autokennzeichen “SZ 5600” sieht, weiss er, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit Geri Holdener den Artikel geschrieben hat.

In einem hitzigen Gespräch stellen die beiden fest, dass Holdener bei einer anderen Zeitung gar keinen Job bekäme und der “Bote” umgekehrt keinen Journalisten. Triner und Holdener einigen sich deshalb auf den Status Quo. Holdener willigt ein, unter der Bedingungen, dass er die Art, wie er Lokal-Sensationsjournalismus betreibe, nicht mehr kritisiere. Triner ist damit einverstanden.

Auch im Bekanntenkreis von Geri Holdener wird über die Sache diskutiert. “Geri” habe sich richtig entschieden: Es sei besser, dass er für Triner arbeite als der Gemeinde Schwyz als Sozialhilfeempfänger zur Last zu fallen.

Ein Hauptvorwurf von Dr. Hugo Triner lautet “Einfalt”: Geri Holdener bringe ständige Symbolbilder von Rettungsdiensts-, Polizei- und Feuerwehrfahrzeugen. Das Auffälligste, was der “Bote”-Leser dabei feststellen können, seien die geänderten Kontrollschilder. Das sei “Nonsens”, so Triner. “Unsere Leser wollen das so!” argumentiert Holdener.
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