FB-Post von FDP-Nationalrat Philipp Müller gelöscht
Thema: Asylpolitik und Politzensur in der Schweiz
FDP-Nationalrat Philipp Müller entfernte den nachfolgend von mir auf seiner Facebook-Seite geposteten Text. Wer als angeblicher Liberaler offensichtlich Angst vor anderen Meinungen hat und unter Liberalismus vor allem “Freiheit des Geldes” und nicht des Geistes versteht, dem kündige ich meinerseits die Facebook-Freundschaft.

So wie CVP-Politiker immer wieder christliche Ideale verrieten/verraten, so machen es Liberale heutzutage mit Idealen wie Menschlichkeit, Verständnis, Toleranz, Hilfsbereitschaft, Solidarität, Verantwortungsbewusstsein etc.
| Hier mein geposteter Text an Nationalrat Philipp Müller (von ihm zensuriert, da ihm offenbar vernünftige Gegenargumente fehlen): Sie fordern gemäss Sendung “10 vor 10” vom 31.5.12 auf SF1 als Vertreter der FDP, dass Asylanten in Zukunft gerademal Fr. 8.- pro Tag erhalten sollen. Dies sagt einmal etwas über Ihren Charakter aus, auf der anderen Seite aber auch darüber, dass Sie sich offensichtlich in der ganzen Sozialhilfeproblematik wenig bis gar nicht auskennen. Die Folge Ihres Vorschlags wäre, dass zwangsläufig die Kriminalität zunimmt. Politisch von Ihnen und Ihrer Partei gewünscht, damit mit mehr Polizei und “Rechtsstaat” aufmarschiert werden kann? Und das Feindbild “Asylanten” mit billigen, dafür aber umso grösseren “Blick”- und “Weltwoche”-Schlagzeilen am Leben erhalten bleiben kann? Welchen ungeheuren politischen “Mut” es doch braucht, auf einer Minderheit herumzutrampeln, die sich gar nicht wehren kann! Sparpolitik zu Lasten von Minderheiten, damit sich die Schweizer Armee 22 nicht ganz unproblematische schwedische Gripen-Kampfflugzeuge beschaffen kann? Wozu? [Nachtrag: Zum Schutz vielleicht der 1-2% Reichen, denen 99% des Schweizer Kuchens gehören? Benötigen wir für diese Minderheit extra eine Armee? Oder vielleicht zum Schutz einer korrupten Ausgleichskasse Schwyz? > vgl. der Fall Othmar Mettler] Oder braucht die Schweiz mehr mit Taser bewaffnete Polizisten? Oder geht es lediglich nur um die generelle Förderung von mehr Absurdität? Bevor Sie andere auf Wasser und Brot setzen, probieren Sie Ihre Asyl-Strategie doch zuerst einmal bei sich selbst aus, d.h. versuchen Sie ehrlich mit Fr. 8.- pro Tag über die Runden zu kommen. Und zwar über längere Zeit. Bringen Sie Ihre persönlichen Erfahrungen aus der Praxis (emotionale Befindlichkeit, Handhabung etc.) zu Papier. Vielleicht fördert dies Heilsames. Eine alte Bibelweisheit lehrt: Tue keinem anderen an, was du nicht willst, dass man dir antue. Wissen Sie, was ein Honorar-Anwalt einer Fürsorgebehörde pro Stunde im Minimum verdient? Fr. 180.-. Als FDP-Vertreter werden Sie – davon gehe ich einmal aus – Stundenhonorare von Anwälten, Managern etc. in der Höhe von Fr. 400.- und mehr nicht stören (da “freie Marktwirtschaft”). Ich meine: Man sollte in der reichen Schweiz Menschlichkeit, Verständnis, Solidarität, positive Gesinnung zeigen und die Verhältnismässigkeit wahren. Urs Beeler |

