Die Wahrheit ist: Das leben müssen in einem Hotel ergab sich, weil im “grossartigen Schwyz” sonst niemand eine Mietmöglichkeit anbot
Mit der Erfindung von “Hotel-Urs” (wobei die eigentliche Erfindung des Namens dem “Blick” zuzuschreiben ist) erzeugte die Lokalzeitung “Bote der Urschweiz” künstlich einen “klassischen Boulevardjournalismus-Sozialhilfeskandal”, an dem faktisch nichts dran war. Weil im Grunde nichts dran war, wurde die Story selbstverständlich auch vom führenden Schweizer Boulevardblatt “Blick” aufgenommen (vgl. erfundener Sozialhilfe-Skandal mit “Beat aus Berikon”, wo effektiv auch kein Fleisch am Knochen war).

Eine Vor-Geburtstagsüberraschung der besonderen Art
Drei Tage vor meinem 44. Geburtstag kam der “Bote der Urschweiz” nach zwei Jahren journalistischem Enthüllungstiefschlaf mit der lokalboulevardjournalistischen Sensationsstory “Fürsorgebezüger lebt im Hotel”. (Als ob dies im Talkessel Schwyz je ein Geheimnis gewesen wäre! JEDER hat das gewusst!)
Solche Inhalte kommen bei der Leserschaft nur an, indem man als Lokalboulevardblatt Wesentliches verschweigt, dass seit 2 Jahren – trotz entsprechenden Arztzeugnissen – die involvierten Behörden keinen festen MCS-gerechten Wohnraum anboten, dass konkrete private Unterstützung betr. MCS-gerechtem Wohnraum ausblieb etc.
Es ist bezeichnend für Schwyz, dass trotz unermüdlichen Aufrufen, hunderten von Briefen NIEMAND EINE MCS-GERECHTE WOHNALTERNATIVE ANBOT. Dies klingt unglaublich, entspricht aber der Wahrheit!
Schwyz-typisch: Heucheln statt helfen
Auf der einen Seite geheuchelte Empörung wegen angeblicher Hotelkosten von Fr. 3’000.– – auf der anderen Seiten interessiert eine Lösung (duftstoff- und schadstofffreier Wohnraum) kein Mensch (ausser der hochgradig MCS-Betroffene Urs Beeler). Eine seltene Allergie – wen kümmert’s? Das System ist auf Symptombekämpfung ausgelegt, aber nicht auf Expositionsstopp!
Das Schwyzer System kann Falschschatzungen decken, FFE’s fingieren, Hypotheken kündigen, die Sondereinheit “Luchs” aufbieten etc. – aber MCS-gerechter Wohnraum? Für diesen “Spezialfall” ist man nicht vorbereitet – und wird es auch Jahre später noch nicht sein.
Titelseite Fürsorgebezüger lebt im Hotel / Bote 4.6.2007, mit Anmerkungen in Rot, PDF 272 KB.
Auf Seite 3 (siehe etwas weiter unten) kommt der “Bote” dann wohl mit dem skandalträchtigsten Titel seit seiner Gründung vor über 140 Jahren: “Sozialhilfe muss Hotel zahlen”. Das sind Schlagzeilen, welche bei eingefleischten “Bote”- und “Blick”-Lesern multiple Orgasmen auslösen!
Es lohnt sich unbedingt, diese Seite 3 von “Bote”-Journalist Kari Kälin zu studieren und zu lernen, wie Lokal-Boulevardjournalismus funktioniert. Denn “Hotel-Urs” wird das mediale Sommerloch 2007 füllen, nicht nur in Innerschwyz, sondern nahezu der ganzen Deutschschweiz!
Seite 3, Sozialhilfe muss Hotel zahlen / Bote 4.6.2007, mit Anmerkungen in Rot, PDF 184 KB.
Unvergesslich: “Hotel-Urs” verfolgt von “Blick”-Reportern, einem “Maitli” eines TV-Senders etc.
Es sei wiederholt: Ausser geheuchelte Empörung wegen hohen Mietkosten wird eine Lösung (MCS-gerechter Wohnraum) trotz beachtlicher Medien-Bekanntheit niemanden interessieren.
[Anmerkung: Das strohdumme Schwyzer Stimmvolk wird 15 Jahre später anlässlich einer Abstimmung (zum Magistratsgesetz) die Regierungsratsgehälter um Fr. 50’000.– pro Kopf und Jahr erhöhen.]

